Wie erreiche ich meine Ziele?

Ich habe hier auf meiner Seite bereits ein paar meiner Angebote im Führungskräfte-, Team- und Persönlichkeitsentwicklung vorgestellt. Die Basis für sämtliche Coaching Maßnahmen ist die umfassende Bedarfsanalyse und Beratung. Häufig wenden wir dabei Persönlichkeitstests an, um ein besseres Verständnis für Motive und Wertesysteme der Teilnehmer zu bekommen. Darüber habe ich bereits einen ausführlicheren Artikel geschrieben.

Auf einem blauen Hintergrund lesen Sie das Wort Ziele

Im Coaching geht es im Prinzip um immer dieselbe Frage: Wie erreiche ich meine Ziele?

Ob es dem Kunden darum geht, mit Hilfe eines Fitnesstrainers Kilos zu verlieren oder eine Führungskraft das neu übernommene Team zusammenschweißen und zum Erfolg führen möchte – immer winkt da ein mehr oder weniger definiertes Ziel aus scheinbar unerreichbarer Ferne. 

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde bereits weiß, wie das Ergebnis sein soll oder sich erst klar werden muss, was er eigentlich erreichen möchte und wir die Ziele gemeinsam ausarbeiten – Ziele sind unbedingt wichtig, um den eigenen Weg zu einem erfüllten Leben zu erreichen.

Dabei finde ich es zunächst wichtig, eine Abgrenzung zu Begriffen zu erläutern, die sehr gerne in der Praxis vermischt werden.

Ziele – Visionen – Mission

Helmut Schmidt soll einmal den Satz geprägt haben „Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen“. Ich würde das gerne ergänzen: „Wer konkrete Ziele entwickeln möchte, der braucht Visionen und wenn er diese nicht von alleine hat, kann er gerne zum Coaching kommen!“ :-)

Während eine Vision eine bildliche Vorstellung von der Zukunft ist, sind Ziele konkreter. Eine Vision ist – wenn man so will – das große Ganze, das „Big Picture“. Es geht also um das Was. Wenn du in der Lage bist, dein Leben und deinen Job zu beschreiben, dann bist du schon sehr dran an deiner Vision. Hier geht es vor allem um dein Gefühl: Die Vorstellung muss sich richtig und gut anfühlen. Bei der Vision mache ich mir noch keine konkreten Gedanken über die Umsetzung. Es ist wichtig das zu wissen, denn wenn du auf dem Weg keine positiven Emotionen spürst – also keinen Spaß hast an dem was du tust – wirst du dich schwer tun, das Ergebnis zu genießen. Um deine Vision kennenzulernen, schaue dir das „Big Picture“ an. 

Stelle dir Fragen: Wie sieht dein Leben in 10 Jahren aus? Wie sieht dein Job in zehn Jahren aus?

Was ist meine Mission?

Den Weg, deine Visionen zu erreichen – also das Wie – würden wir als „Mission“ bezeichnen. Es geht hier um die Umsetzung auf dem Weg zu deinem „Big Picture“.  

Worauf kommt es bei der Umsetzung an? Was ist deine Aufgabe im Leben, in deinem Job? 

Die Ausarbeitung deiner Mission beginnt stets mit dem Satz: „Meine Mission ist es,…“ 

Was sind Ziele

Wir alle haben Visionen, große Vorstellungen davon, wie etwas sein soll. 

Ziele hingegen sind deutlich konkreter und müssen andere Kriterien erfüllen als eine Vision. Du kannst sie dir als Meilensteine oder Kontrollpunkte auf dem Weg zu deiner Vision vorstellen. Eine Vision erreicht man, indem man Teilziele bestimmt und diese Stück für Stück erreicht: Zuerst schaffst du es, 5 Kilometer am Stück zu laufen, dann irgendwann 10, 20 – und dann hast du eines Tages den Marathon geschafft, der am Anfang, als du die Vision hattest, ein erfolgreicher Marathoni zu werden, noch unerreichbar erschien. Je klarer du dein Ziel beschreiben kannst, desto eher ergreifst du Maßnahmen, die auf das Ziel einzahlen. 

Warum Ziele wichtig sind für unser Leben

Ziele geben uns Orientierung auf unserem Lebensweg, sie sind die “Fixsterne“ für deine Motivation, wie es Slatko Sterzenbach einmal ausdrückte.

Im Hochschulbereich sprechen wir von Fundamentalzielen:  Die Fundamentalziele erreichst du nachdem du alle deine Instrumentalziele erreichst. Wenn du so willst, sind die Instrumentalziele die Meilensteine auf dem Weg zu deiner Lebensvision. Erreichst du einen deiner Meilensteine – ganz egal, welcher das war – hast du das Gefühl, erfolgreich zu sein. Du hast etwas geschafft! Beim Erreichen eines Ziels fühlen wir uns gut, denn wir haben Hürden und Hindernisse überwunden. Wir sollten uns also Ziele setzen, die wir erreichen können.

Folgende Vorteile hat es, dir über deine Ziele im Klaren zu sein:

  • Sie geben Orientierung
  • Bündeln unsere Energie
  • Sind sinnstiftend
  • Sie dienen als Messlatte
  • Steigern die Motivation
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Führen zur Verpflichtung gegenüber Dritten

Wenn man Ziele hat, ist der Weg zu einem erfüllten Leben im Sinne seiner Lebensvision viel achtsamer: Du arbeitest in kleinen Schritten auf deinen Erfolg hin, anstatt Glück entscheiden zu lassen.

Vorsicht mit Zielen?

Ziele sollten dich nicht begrenzen, sondern als Orientierung und Kontrollpunkt dienen. Dennoch ist es wichtig zu verstehen, dass uns Ziele auch blockieren können. Vor allem, wenn wir sie zu hoch ansetzen oder viel zu niedrig, so dass wir sie sowieso erreichen. 

Und was, wenn das große Ziel erreicht ist, die Kilos runter, der Marathon gelaufen, die Beförderung in der Tasche ist? 

Nach dem Erreichen eines großen Zieles kann es passieren, dass man in ein Loch fällt, wenn es vorbei ist. Unter sehr planungsfreudigen Paaren auch als „Post Wedding Blues“ bekannt: Die Hochzeit ist gefeiert, das Projekt, auf das man monatelang hin gefiebert hat, erfolgreich abgeschlossen. Und jetzt? 

Am besten, man bereitet sich darauf vor, indem man sich rechtzeitig neue Ziele definiert. Nach der Hochzeit ist z.B. eine Hochzeitsreise ein tolles Ziel, auf das man sich dann wieder freuen kann. Und auch im Beruf und in der persönlichen Entwicklung gibt es immer neue Ziele, neue Aufgaben und Dinge, die wir noch ausprobieren können.

Wie erreiche ich meine Visionen und Ziele?

Um deine Ziel zu erreichen solltest du dir zunächst klar darüber werden, wie dein Big Picture aussieht, was also deine Vision ist. Mit meiner Hilfe entwickeln Personen zunächst eine klare Vorstellung davon, was sie erreichen möchten. Ich bezeichne das gerne als „gezieltes Träumen in die Zukunft“. Wir definieren gemeinsam: Was möchtest du erreichen? Was möchtest du noch erleben? Wie möchtest du sein, also welche Fähigkeiten willst du entwickeln oder lernen? Mit diesen und weiteren Maßnahmen erstellen wir deine Vision.

Dann geht es weiter mit dem Vereinbaren der Ziele und Teilziele: Was sind deine Ziele? Und: Was musst du tun, um diese zu erreichen? 

Kleinere Ziele geben uns Klarheit darüber, wie der Weg zu einem größeren Ziel aussehen kann. Deswegen ist es wichtig, sich schriftlich zu diesen zu bekennen. In der Praxis arbeiten wir hier mit Zielboards

Das Aufschreiben der festgelegten Ziele hilft, den Fokus auf seine Ziele beizubehalten. Die Kunst liegt darin, wegzulassen, was nicht zielführend ist und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Deine Energie geht dorthin, wo deine Aufmerksamkeit liegt!

Warum Ziele messbar sein sollten?

Bei der Zielvereinbarung gibt es eine wichtige Grundregel, die jeder Projektmanager, Führungskraft oder Personalentwickler kennt: Ziele sollen immer „SMART“ sein.

SMART ist ein Akronym für Specific Measurable Achievable Reasonable Time Bound“, zu Deutsch:

S – spezifisch

M – messbar

A – aktionsorientiert

R – realistisch

T – terminiert

Indem man jede Zielformulierung kritisch überprüft, stellt man sicher, dass man sich wirklich „gute“, eindeutige Ziele formuliert hat. Die SMART Methode dient auch als Schablone, mit der du die niedergeschrieben Ziele oder Meilensteine überprüfen kannst, ob es in die richtige Richtung geht. Dabei merkst du manchmal, dass es nötig ist, dich neu zu fokussieren und nach und nach deine Ziele zu konkretisieren. 

Wer Ziele hat, findet Wege

Sich Ziele zu stecken hilft also dabei, seine Lebens- oder Berufsvisionen zu erreichen. Wenn du Hilfe dabei benötigst und Ziele für dich und dein Team erarbeiten möchtest, dann helfe ich gerne dabei!

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